Aktuelles

    Vorschau: Vom 22.02 bis 10.03.2018 werde ich eine Einzelausstellung in der Keller Galerie (Selnaustrasse 15, 8001 Zürich) haben. Vernissage ist am 22.02.2018 ab 18 Uhr.

     

    Lebenslauf

    1959 In Zürich geboren. Wächst zusammen mit ihrer drei Jahre älteren Schwester in Thalwil auf.

    1979-83 Absolviert die Zeichenlehrerausbildung an der Kunstgewerbeschule der Stadt Zürich. Wichtigste Dozenten: Heinz Dieffenbacher, Rudolf Frauenfelder, Viktor Herrmann, Felix Kohn und Erich

    1983 Assistentin an der Zeichenlehrerfachklasse

    1983 Reist alleine, alles skizzierend durch Irland.

    1984-2010 Doziert an der Zürcher Hochschule der Künste, früher HGKZ, im Bereich Weiterbildung.

    1986-2010 Bespielt regelmässig Ausstellungen in Zürich: Galerie Anita Dosch, Kunstsalon Wolfsberg, rezensiert im Tages-Anzeiger und in der NZZ.

    1987-88 Weiterbildung an der Royal-Academy, London. Ist an der Summerexhibition vertreten.

    1989 Veröffentlicht die Kunstmappe Das Schloss von Franz Kafka beim Ueli Bär Verlag, Zürich.

    1990-93 Lehrerin an der Kantonsschule Riesbach, Zürich.

    1992-96 Doziert am Grundjahr der Fachklasse für Modegestaltung, HGKZ.

    1993 Heiratet in Wettingen Peter Frey.

    1996 Geburt von Sohn Joël, Tod des Vaters von Cornelia.

    1999 Stellt im Wettinger Gluri-Suter-Huus aus, rezensiert in der AZ. Interview im Radio DRS 1.

    2006 Gruppenausstelllung in Baden, Galerie Anexis, Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss eröffnet Show.

    Seit 2009 Leitet Kurse bei Zumstein in Zürich, auch für Kinder und Jugendliche.

    2010 Zieht mit der Familie nach Olten um.

    2010 Gibt das Buch Wybli und die Zauberpinsel heraus. (Medu Verlag, Dreieich, Deutschland).

    2010 Buchvernissage und Ausstellung in der Galerie Dosch, Zürich.

    2013 Ausstellung in der Galerie Frankengasse, Zürich.

    2015 Ausstellung in der Galerie Jedlitschka, Zürich, Katalog ihrer Werke von 1984-2015.

    2018 Ausstellung in der Keller Galerie, Zürich.

    Texte

    Was, wenn die Sehnsucht dazu aufruft, sicher scheinende Gestaden zu verlassen? Und die Hoffnung in Gestalt einer Galionsfigur aus dem tiefen Wasser emporsteigt, nur um jenes Unterfangen anzuschieben, kindliche Ängste und daraus erwachsene Verzweiflung hinter sich zu lassen? Dann wird es Zeit, innezuhalten. Ja, der Versuchung zu widerstehen, sich von Cornelia Kaufmanns Bildern nicht nur auf verwunschene, unberührbare Pfade entführen zu lassen, sondern sie allzu detailliert auf die Seelenlandschaft der Protagonistin zu projizieren. Viel spannender nämlich ist es, die in zauberhafte Farbenwelten eingetauchte Mystik und Poesie der Künstlerin zur eigenen, aufwühlenden Entdeckungsreise zu machen.

    Und doch lässt sich die neuste Schaffensperiode Cornelia Kaufmanns nachgerade unter dem Aspekt ihrer Biografie als Mensch und als Malerin besser verstehen. So muten ihre jüngsten Werke allgemein um einiges ruhiger an. Dereinst aufreizend gesetzte Signalfarben weichen einem eher sanften, ästhetisch ins Gesamtbild eingepassten Farbteppich. Die Artefakte verlieren dadurch an Bedrohlichkeit. Sie wirken plastischer, beinahe harmonisch. «Ich befasse mich heute tatsächlich mehr mit dem Hintergrund meiner Bilder», sagt Cornelia Kaufmann. Dass ihre Figuren dadurch vordergründig etwas an Kolorit verlieren, scheint sie nicht zu stören. Denn in ihren Rücken wächst etwas Neues. Es ist die Zuversicht, welche die Hauptdarsteller zu umgarnen beginnt und die Erzählungen in einem anderen, vielleicht positiveren Licht erscheinen lässt.

    Vorbei sind die Zeiten, in denen Cornelia Kaufmann vorzugsweise Franz Kafkas unvollendete Werke als Vorlage märchenhaft entrückter Bleistiftzeichnungen dienten und ihr emotionaler Strich vorwiegend von Gefühlen der Unsicherheit oder des Ausgeliefertseins geführt wurde. «Oft träumte ich Ähnliches, wie es Kafka in seiner Parabel Das Schloss erzählt», kommentierte die Künstlerin ihr frühes Schaffen, das in einer viel beachteten Künstlermappe dokumentiert ist (1989). Noch heute bedient sich die Artistin spontan der Bleistiftskizze, um aufschäumende Gefühlseruptionen einzeln abzuarbeiten. Erst später fügen sich die Impressionen zum konzertierten, in lautmalerischen Ölfarben gehaltenen Gesamtbild. Um sich während dieser stets aufwühlenden Entstehungsphase etwas zu entspannen, arbeitet Kaufmann gerne zwischendurch auch an kleineren Landschaftsbildern. Aus ihnen wiederum spricht eine Sehnsucht, die Robert Walsers Motiv des Nächtlich erleuchteten Fensters nicht trefflicher hätte beschreiben können: «Die Luft war von süsser, melodischer Kühle erfüllt. Der Himmel warf goldene Gluten in das Dickicht hinein (…). Der Duft der Walderde bezauberte mir die Seele, und ich vermochte, benommen und beklommen wie ich war, nur langsam, ganz langsamen Schrittes vorwärts zu gehen.»

    So romantisch und anmutig solche Anspielungen aus der Literatur den Betrachter auch immer umschmeicheln, so jäh muss dessen Versuch scheitern, aus Cornelia Kaufmanns Bildergeschichten eine heile Welt herauszulesen. Zu verstörend sind die Enthüllungen der handlungstreibenden Figuren. Zu eindringlich wirken die Motive, in denen die Ambivalenz zwischen Angst und Grauen, Glück und Wut oder Geborgenheit und Entfremdung oszilliert. Einem zyklischen Bewusstsein der Künstlerin gehorchend, scheinen sie aus einem Bodensatz von Urbildern unablässig an die Oberfläche zu drängen. «Für Cornelia Kaufmann ist das Malen eine zwingende Notwendigkeit», beschreibt Ute Ben Yosef die Künstlerin erstmals anlässlich ihrer Ausstellung in der Zürcher Galerie Anita Dosch (1992). «Wie ein Medium gehorcht sie ihrer inneren Stimme», so die Journalistin weiter, «die Bilder sind dann nicht mehr individueller Ausdruck, sondern erheben sich auf die Ebene der kollektiven Gültigkeit.»

    Mögen die Arbeiten Cornelia Kaufmanns auch noch so sehr von ihrer Biografie gezeichnet sein: Latent lauert die Gefahr, den Werken zu viel Pathos anzudichten. Dieses Phänomen würdigt der Kunstkritiker Fritz Billeter an der Vernissage im Wettinger Gluri-Suter-Huus (1999) wie folgt: «Das Surreale bei Cornelias Kaufmann kann uns befremden, überraschen, verzaubern, aufmerksam werden lassen. Aber es springt gnädig mit uns um. Es entreisst uns nicht die letzten Sicherheitsplanken». Da werde keineswegs eine naive Huldigung an irgendeine schöne Landschaft evoziert. Vielmehr bedürften diese Bilder keiner Deutung. «Zu verspielt und vernetzt sind sie, mal heimlich bis unheimlich. Aber kaum je bedrohlich», fügt Billeter an.

    Man darf gespannt sein, wohin uns Cornelia Kaufmanns märchenhafte Bilderwelten in Zukunft noch überall geleiten werden. Und könnte man bei der Künstlerin anheuern, man würde mit ihr die Segel setzen und in stürmische, bestimmt gefährliche Gewässer stechen. Oder dann doch lieber in ruhigere? Dies, so haben uns ihre Arbeiten gelehrt, ist jedem Betrachter, jeder Betrachterin letztlich selbst überlassen.

    ~Dani Droesch, aus dem Einführungstext zum Werkkatalog

     

     

    Im Gegenteil – scheinbar im Gegenteil – breiten sich in fast allen ihren Bildern Frieden, Stille, Harmonie, ein Lächeln aus – jedenfalls auf den ersten Blick.

    Die Künstlerin braucht wenig Mittel, um solche Idyllen hinzuzaubern: einen Himmel, einen Tannenwald, ein paar kugelförmige Baumkronen, Teich, See, Wasserfall, Küste, ein allein stehendes Häuschen mit einem einzigen erhellten Fenster, Katze, Hund, wenige zum Typus neigende Menschenfiguren, darunter ein Kind mit staunenden Augen, die auch den Erwachsenen auf den Bildern eigen sein können. Sie blicken nicht dich, den Betrachter, an, sondern sie blicken in ein meist nicht näher bestimmbares Irgendwo.

    Dieses Inventar von Natur, Mensch und Tier wird in den Bildern je anders kombiniert, wie Versatzstücke, ohne dass sie je zu klapprigen Schemata geraten würden. Dem Betrachter kommt es zuweilen so vor, als schaue er auf eine Bühne, in die Kulissen, als wohne er dem Ausschnitt eines Theaterstücks, vielleicht eines Märchens bei.

    Ich erwähnte es schon, Cornelia Kaufmann braucht wenige Mittel, wenige Motive, um eine Wirklichkeit hinzuzaubern, die uns geläufig und doch eigenartig-verwunschen erscheint.

    Vielleicht, meine Damen und Herren, könnte man alle Bilder von Cornelia Kaufmann unter das Stichwort „Sehnsucht“ stellen. Wir alle sehnen uns nach Stille, Frieden, Harmonie oder nach etwas Höherem. Die Künstlerin vermag diese Sehnsucht in ihren gemalten Idyllen in hohem Grad zu stillen. Aber so ohne weiteres sind dennoch Harmonie und Frieden auch bei ihr nicht zu haben. Da ist immer etwas, das aufmerken, das die die Rechnung nicht ganz aufgehen lässt; anders gesagt, wir sind mit gestörten Idyllen konfrontiert. Und das ist gut so, denn völlige Ruhe gibt es nur im Tod. Diese Ruhe aber ist ewig, man kann sie nicht erfahren und nicht geniessen. Cornelia Kaufmanns Bilder sind auf der Seite des Lebens.

    ~Kunstkritiker Dr. Fritz Billeter, anlässlich der Ausstellung in der Jedlitschka Gallery

     

     

    Galerie

    Buch

    Wenn sich Wyblis Zauberpinsel in Bewegung setzen, werden märchenhafte Welten offenbar. Denn Wyblis Pinsel sind von besonderer Art…

    Als sein Freund Gregor eines Tages aus seinem Kinderzimmer verschwindet, begibt sich Pablo gemeinsam mit dem weissen Wolf auf die Suche nach dem geliebten Käfer. Ins Land der Bäume geht die Reise, die so manches Abenteuer für sie bereithält Sie treffen auf Flammenmenschen, die von bösen Augengeistern erzählen und finden Zaubertöpfe, die Geheimnisvolles in sich bergen und Pablo seinem Gregor immer näher bringen.

    Wird er ihn am Ende wirklich wiederfinden?

    Wybli und die Zauberpinsel ist ein Märchen für Jung und Alt, ein Märchen über Freundschaft und Akzeptanz, über Anderssein und den Mut, über sich selbst hinauszuwachsen. Doch fantastisch sind nicht allein die Abenteuer, die Pablo und seine Freunde erleben, sondern auch die liebevollen und farbenprächtigen Zeichnungen und Gemälde, die den Leser begleiten und Fantasie und Figuren zum Leben erwecken.

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